Das Regenüberlaufbecken Aspich ist in Betrieb
Vertreter aus der Landespolitik und vom Landratsamt loben die Gemeinde für ihre Investition in die Umwelt
Fast genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich ist das zweite Laufer Regenüberlaufbecken (abgekürzt RÜB) diesen Montag in Betrieb gegangen. Zu diesem Anlass kamen zahlreiche Gäste in den Ortsteil Aspich. Wir konnten die Landtagsabgeordneten Dr. Katrin Merkel und Bernd Mettenleiter sowie den 1. Landesbeamten des Ortenaukreises, Dr. Nikolas Stoermer, und Stefan Luchner vom Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz begrüßen. Außerdem sind Vertreter der beteiligten Planungs- und Baufirmen sowie zahlreiche Gemeinderäte, Mitarbeiter der Gemeinde und Laufer Bürger gekommen.
Unter einem Zeltdach gab es Getränke und Snacks. Ausgestellt wurden Fotos aus der Bauphase, Modelle der verwendeten Betonfertigteile und die Pläne des Bauwerks. Es schützt unsere Umwelt, denn bisher floss bei Regen immer wieder Schmutzwasser aus den Kanälen in den Aspichbach. Das wird mit dem neuen Stauraumkanal verhindert. Es war eine rechtliche Vorgabe, ihn zu bauen, aber auch ein Wunsch. Der Weg bis zum Bau war steinig. Manchmal schien es, als seien die bürokratischen Hürden unüberwindbar.
Die Genehmigungsunterlagen füllen einen ganzen Aktenordner. Über mehrere Jahre mussten wegen neuer Vorgaben oder neuen Auslegungen immer neue Gutachten eingeholt werden.
Das neue Bauwerk kostet rund 1,8 Millionen Euro und ist eine der größten Investitionen der Gemeinde in den letzten Jahren und die größte im Ortsteil Aspich. Das Geld kommt der Umwelt und dem Gewässerschutz zugute. Das Land hat der Gemeinde im zweiten Anlauf einen Zuschuss in Höhe von 434.000 Euro zugesprochen. Bei der Berechnung wurde nach den Regelungen leider ein veralteter niedrigerer Wasserpreis zugrunde gelegt. Mit dem zuletzt zum 1.1.2025 erhöhten Wasserpreis hätte die Gemeinde rund 100.000 Euro mehr Zuschuss erhalten können. Hier appellierte Bürgermeisterin Bettina Kist nochmals an die politischen Vertreter, diese Regelung zu überarbeiten.
Besonders wichtig war der Beitrag mehrere Anwohner und Grundstückseigentümer im Aspich. Sie ermöglichten den Bau des RÜB Aspich auf ihrem Grund. Zwei Familien stellten Grundstücke für die Lagerung von Material während der Bauphase zur Verfügung. Trotz zeitweiser Straßensperrungen und vielen Unannehmlichkeiten in der Bauzeit war das Miteinander sehr gut. Die Zusammenarbeit mit den beauftragten Baufirmen lief verlässlich und gut, die Arbeiten wurden passgenau und pünktlich fertig.
Gruß und Dankesworte sprachen bei der Inbetriebnahme Dr. Katrin Merkel, Bernd Mettenleiter und Dr. Nikolas Stoermer. Philipp Sackmann, Geschäftsführer der Zink Ingenieure GmbH aus Lauf erklärte die Funktionsweise des neuen Regenüberlaufbeckens. Regenwasser und häusliches Abwasser aus rund einem Drittel der Gemeinde fließen in Richtung Aspichbach und ab sofort in den Staukanal. Er ist so groß, dass darin 16 Autos hintereinander parken könnten. Sein Fassungsvolumen liegt bei 260 Kubikmetern Wasser.
Wenn es intensiv und lange regnet, läuft der Stauraum voll und erreicht einen neuen Überlauf in den Aspichbach. Feste Stoffe können nicht mehr überlaufen, weil sie sich im Stauraumkanal absetzen. Leichte Flüssigkeiten wie Kraftstoffe werden von einer neuen Tauchwand zurückgehalten. So wird der allermeiste Schmutz aus dem Abwasser künftig über das neue Drosselbauwerk am Ende des Staukanals kontrolliert der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Bühl und Umgebung zugeleitet.
„Die Gemeinde hat ihren Handlungsspielraum genutzt und in die Zukunft investiert. Dazu braucht es Weitsicht und einen langen Atem.“
Dr. Katrin Merkel (MdL)
„Diese Investition schützt die Gewässer und macht die Infrastruktur ein Stück zukunftsfester.“
Bernd Mettenleiter (MdL)
„Lauf geht mit gutem Beispiel voran. Vielen Dank für ihr Durchhaltevermögen. Es ist großartig, dass Sie so hinter der Sache stehen.“
Dr. Nikolas Stoermer, 1. Landesbeamter des Ortenaukreises













