Digitalisierung im Laufer Rathaus: Verwaltung setzt auf moderne Technik
In der vergangenen Gemeinderatssitzung informierten Hauptamtsleiterin Melanie Decker und der stellv. Kämmerer Pascal Delkof umfassend über den aktuellen Stand und die Pläne zur weiteren Digitalisierung im Rathaus.
Im laufenden Jahr 2026 investierte die Gemeinde Lauf in die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Dazu zählen ein neuer Hauptserver, der Remote-Desktopserver und ein neuer Mailserver. Die Arbeitsplätze im Rathaus sind mit insgesamt 29 Computern und Notebooks sowie weiteren Tablets und Smartphones ausgestattet.
Großer Wert wird auf die IT-Sicherheit gelegt: Eine Firewall, Virenscanner, regelmäßige Wartung aller Geräte und umfassende Schulungen schützen unsere Daten. Ein besonderes Plus: Alle Daten werden regelmäßig an zwei Standorten gesichert.
Die Digitalisierung ist längst in vielen Bereichen des Rathauses angekommen. Mehr als zehn verschiedene Fachprogramme unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Arbeit – beispielsweise im Standesamt und Friedhofswesen, beim Bewerbermanagement, im Bürgerservice sowie bei den Finanzen. Insbesondere das Bewerberportal sorgte in diesem Jahr für Einsparungen bei den Kosten für Stellenanzeigen.
Auch Künstliche Intelligenz hält Einzug in unser Rathaus: Ein Chatbot wurde auf unserer Website eingeführt und unterstützt bei Bürgeranfragen.
Unser digitaler Bürgerservice ist bereits etabliert. Über 1.300 Termine werden inzwischen jährlich online vereinbart. Zahlreiche Anträge – etwa für Kindergartenplätze oder den Landesfamilienpass – können von zu Hause ausgestellt werden. Auch das Beantragen von Führungszeugnissen oder die Gewerbeanmeldung ist bequem online möglich. Für bestimmte gesetzlich geregelte Verfahren, insbesondere im Pass-, Melde- und Personenstandswesen, ist weiterhin eine persönliche Vorsprache erforderlich. Die Gründe hierfür liegen überwiegend in bundesrechtlichen Vorgaben, auf die die Gemeinde keinen Einfluss hat. Bei der Ausstellung von Ausweisdokumenten müssen bspw. die Identität der antragstellenden Person zweifelsfrei festgestellt sowie gesetzlich vorgeschriebene biometrische Merkmale und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden. Diese Verfahren dienen dem Schutz vor Missbrauch und Fälschungen und können daher derzeit nicht vollständig digital abgewickelt werden. Die Gemeinde Lauf nutzt die rechtlichen Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent aus und wird auch künftig neue digitale Verfahren einführen, sobald diese vom Bund oder Land bereitgestellt beziehungsweise rechtlich zugelassen werden.
Zukunftsweisend ist der nächste Schritt: Ab 2027 soll ein digitales Dokumentenmanagement-System eingeführt werden. Das bedeutet: Akten werden nur noch elektronisch bearbeitet und zentral abgelegt. So wird die Zusammenarbeit verbessert, Papier gespart und für mehr Transparenz gesorgt.
Auch bei der Rechnungsbearbeitung geht die Gemeinde neue Wege. Rechnungen sollen künftig nicht mehr nur wie bisher digital verwaltet und archiviert werden, sondern auch digital geprüft werden. Die digitale Prüfung der Belege dient insbesondere einer schnelleren Bearbeitung und lückenlosen Nachvollziehbarkeit.
Digitalisierung und moderne Technik sind kein Selbstzweck, sondern dienen dazu, unseren Service in Lauf stetig zu verbessern – bürgernah, effizient und sicher. Wir halten Sie weiterhin über die Fortschritte auf dem Laufenden!




