Betriebsbesichtigung bei der Firma Bernhard Müller Betonsteinwerk in Achern
Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung hatte der Gemeinderat gemeinsam mit der Verwaltung die Gelegenheit, die Firma Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH im Gewerbegebiet Heid in Achern näher kennenzulernen. Geschäftsführer Joachim Strack führte zusammen mit seinem Sohn und technischen Leiter Enrico Strack sowie dem kaufmännischen Leiter Jürgen Dinger durch das Werk und gewährte spannende Einblicke in die vielseitige Produktion.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmer einen informativen Vortrag über die umfangreiche Produktpalette des Unternehmens. Für viele neu war die Erkenntnis, dass die Firma neben klassischen Betonfertigteilen auch komplette Brücken fertigt, die innerhalb von ein bis vier Tagen vor Ort montiert werden können – ein großer Vorteil, da Straßensperrungen dadurch auf ein Minimum reduziert werden.
Besonders beeindruckend war die Herstellung von Fertigbauteilen für den Abwasserbereich, die mit PE ausgekleidet werden. Diese kommen dort zum Einsatz, wo aggressive Abwässer den Beton angreifen könnten, und bieten eine langlebige und widerstandsfähige Lösung. Auch wurde deutlich, wie stark die Produktion auf individuelle Kundenwünsche ausgerichtet ist. Die einzelnen Fertigungsschritte wurden anschaulich erläutert und zeigten die hohe technische Kompetenz des Unternehmens.
Ein Highlight war zudem die Besichtigung der Formherstellung: Gießformen aus Styropor werden direkt im Werk mithilfe von Schneiddrahtverfahren oder modernen CAD-gesteuerten Fräsmaschinen gefertigt. Daneben kommen auch klassische Schalungen und feste Formen für größere Bauteile zum Einsatz. Erst vor Kurzem wurde eine neue Produktionshalle in Betrieb genommen, die die Leistungsfähigkeit des Unternehmens weiter steigert.
Die Firma Müller ist unter anderem Hersteller der Betonfertigteile unseres Regenüberlaufbecken im Aspich. Interessant ist auch, dass das Unternehmen im interkommunalen Gewerbegebiet der Stadt Achern und weiterer Gemeinden angesiedelt ist. Dadurch profitiert die Gemeinde Lauf mit einem Anteil von sieben Prozent an der Gewerbesteuer – abzüglich der Gewerbesteuerumlage.
Bürgermeisterin Bettina Kist bedankte sich abschließend im Namen des Gemeinderats herzlich für die eindrucksvolle und äußerst informative Führung. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, welche Innovationskraft und Spezialisierung in regionalen Unternehmen steckt.




