Wann wird das Laufer Windrad gebaut?
Wann sich das Windrad bei Lauf drehen wird, hängt derzeit vor allem davon ab, wie sich das Projekt wirtschaftlich umsetzen lässt. Laut dem E-Werk Mittelbaden und die Griebl & Griebl GmbH, die das Windrad als Windstrom Schwarzwaldhochstraße GmbH & CO.KG realisieren werden, ist dabei insbesondere die Vergütung für den eingespeisten Strom entscheidend.
Diese wird im Rahmen von Ausschreibungen der Bundesnetzagentur festgelegt. Derzeit haben Windenergieprojekte im Süden Deutschlands gegenüber Projekten im Norden einen wirtschaftlichen Nachteil. Deshalb wird eine sogenannte Südquote beziehungsweise eine stärkere regionale Differenzierung der Ausschreibungen diskutiert. Ziel ist es, den Ausbau der Windenergie stärker an den regionalen Gegebenheiten und dem tatsächlichen Strombedarf auszurichten und Strom möglichst dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird.
Wie es auch im Süden vorangehen kann, zeigt das zweite Windrad auf der Hornisgrinde auf Gemarkung Sasbachwalden: Dort fand am vergangenen Freitag die symbolische Grundsteinlegung statt. Das Fundament ist bereits weitgehend fertiggestellt, die Anlage soll im Sommer 2027 aufgestellt werden. Für dieses Projekt, das den später geplanten Windrädern vorausging, konnte noch ein Zuschlag mit einer wirtschaftlich ausreichenden Vergütung erreicht werden.
Für die inzwischen genehmigten Windräder in Lauf, Sasbach, Seebach und Ottersweier (zwei Anlagen) sowie für die voraussichtlich in Kürze zur Genehmigung anstehenden vier Anlagen in Bühl hofft man nun auf bessere Rahmenbedingungen. Eine Südquote, wie sie im Zusammenhang mit dem für den 1. Januar 2027 vorgesehenen neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) diskutiert wird, könnte dazu beitragen, dass auch diese Projekte wirtschaftlich umgesetzt werden können.
Im günstigsten Fall könnte das Laufer Windrad im Frühjahr 2027 bei einer Ausschreibung einen Zuschlag erhalten. Voraussetzung dafür ist eine auskömmliche Vergütung für den erzeugten Strom. Gelingt dies, wären ein Baubeginn im Jahr 2029 und die Inbetriebnahme etwa 2030 realistisch.
Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen sich, wie bereits kommuniziert, finanziell beteiligen können. Vorgesehen ist dafür eine Beteiligungsmöglichkeit über eine Bürgergenossenschaft des E-Werks Mittelbaden. Wie diese konkret ausgestaltet wird, soll zu gegebener Zeit vorgestellt werden.
Es grüßt Sie herzlichst
Bettina Kist
Bürgermeisterin
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